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Lego Zeitreise

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Ein Archäologisches Museum und eine Lego-Ausstellung? Wie passt das denn zusammen?

Da die Kombination uns sehr fasziniert hat, sind wir der Sache einfach mal nachgegangen:
Das Archäologische Museum Hamburg zeigt im Helms-Museum Harburg (direkt gegenüber vom Gebäude, das die neue Dauerausstellung beherbergt, dazu aber gleich mehr) noch bis Ende Januar die Familienausstellung „Lego Zeitreise“.

In verschiedenen Lego-Dioramen werden zahlreiche Epochen der Menschheitsgeschichte dargestellt und erläutert. Es gibt viel zu entdecken und die Abstraktion der Szenen durch die Umsetzung in farbigen Bausteinen lädt Besucher jeden Alters ein, sich in die unterschiedlichen Epochen einzudenken.
Wir waren sehr erstaunt, wie gut ein solches Ausstellungskonzept funktioniert: Die Ausstellungsfläche wuselte regelrecht vor wissbegieriger und entdeckungsfreudiger Kinder, gefolgt von ihren nicht minder begeisterten Eltern.
Die begleitenden Texte runden die Ausstellung in klaren, kurzen Sätzen ab und machen in einfachen Worten jedem Betrachter verständlich, was hier zu sehen ist.
Sehr gelungen ist auch der Bogen, den das Museum zur Dauerausstellung schlägt: Passend zu den jeweils beschriebenen Kulturen werden originale Exponate (präsentiert auf Lego-Ständern) gezeigt.

Und wer hier Feuer fängt für das Entdecken und Erforschen, der landet auch ganz schnell auf der gegenüberliegenden Straßenseite im Hauptgebäude des Archäologischen Museums:
Dort nämlich befindet sich auf zwei Stockwerken ein wahrer Schatz für Entdecker, die daran interessiert sind, wie es im Norddeutschland der Vergangenheit aussah.

Angefangen bei der Gletscherspalte, durch die man die Ausgrabungshöhle betritt, über Fossilienfunde und Überreste alter Kulturen (Wikinger, Germanen und Römer) bis hin zur Archäologie der Neuzeit (und einem Ausblick in die Archäologie der Zukunft: „Was werden wir hinterlassen und was sagt es über uns aus?“) kann man hier als Besucher forschen und entdecken.

Sehr faszinierend ist neben den Kinder-Mitmach-Stationen und den interaktiven Bestandteilen der Ausstellung auch die multimediale Unterstützung:
Über eine App kann man per Smartphone sämtliche Informationen und auch weiterführende Links zu den Exponaten (sowie jeweilige Fundorte) anzeigen lassen.
Hier geht’s zur App

Und wer es bis Ende Januar nicht zur Lego-Ausstellung schaffen sollte: Auch die Dauerausstellung ist auf jeden Fall einen Familienausflug nach Harburg wert.

Die Lego-Ausstellung im Helms-Museum Harburg

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