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Den Wogen gewogen

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„Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum.“ Aphorismen wie dieser fristen oftmals ein trauriges Dasein – sie hängen als Postkarte an Kühlschränken, werden als verschnörkeltes Tattoo durch die Gegend getragen oder finden sich als ausbleichende Aufkleber an Kofferraumdeckeln.
Zuweilen aber hat so ein Aphorismus auch Glück, und sein Geist durchatmet ein wunderbares Buch wie „Der Delfin. Die Geschichte eines Träumers“ von Sergio Bambaren in der Nacherzählung von Sabine Cuno, mit Illustrationen von Joëlle Tourlonias, bei ars edition erschienen und ab 4 Jahren empfohlen:

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Cuno hat Bambarens 1999 erstmals auf Deutsch veröffentlichten, kurzen Roman „Der träumende Delphin. Eine magische Reise zu dir selbst“ sehr schön und behutsam für eine jüngere Zielgruppe adaptiert. Sie erzählt die Geschichte leicht abgewandelt, mit kleinen Varianten bei Personal und Handlungsabläufen; sie strafft behutsam, behält aber immer den aufmunternden, bestärkenden, Mut machenden Tenor des Originals bei. So eignet sich „Der Delfin. Die Geschichte eines Träumers “ zum Vorlesen wie auch für Selbstleser, die nicht mehr ganz am Anfang ihrer Leser-Karriere stehen – und sowieso für alle, die ein Herz für poetische Gedanken und Welten haben.

Und worum geht es? Nun, unser Held ist ein Delfin namens „Daniel, der nicht mehr klein, aber auch noch nicht groß ist“. Mit seiner Familie lebt er in einer Lagune, geschützt vor den Gefahren des großen und weiten Meeres außerhalb. Eines allerdings gibt es nicht in der Lagune, sondern nur irgendwo da draußen: „Wellen, die größer als der höchste Lagunenfelsen sind, die sich zu riesigen Wassertunneln aufrollen und wild zusammenbrechen!“ Von denen hat ihm seine Tante Manta berichtet – tja, und da beginnen sie, seine Träume. Er will zu den Wellen, „dann kann ich mit ihnen spielen und mich darin tummeln!“.

Es ist natürlich klar, was jetzt passieren muss: Es wird ihn nicht mehr lange halten in der Lagune. Eines Tages springt er dann tatsächlich über die Felsen hinweg, die die Lagune begrenzen – und damit ist er im freien Meer, damit beginnt das Abenteuer. Er wird Freunde finden, er wird viele aufregende und besondere Begegnungen haben:

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– und nach einer weiten und manchmal auch gefährlichen Reise wird er endlich an dem Ort sein, von dem er geträumt, nach dem er sich gesehnt hat: bei den Wellen!

Eine beeindruckende Exkursion, die mitzuerleben auch visuell ein Vergnügen ist, wie schon das Cover und die Illustration des Wals demonstriert haben werden – also holt euch schnell das Reiseticket beim Buchladen oder direkt bei ars edition!

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