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Obacht, Bären!

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Braunbär, Eisbär, Schwarzbär, Blaubär. Wer passt nicht in diese Reihe? Genau, der Eisbär! Und zwar nicht etwa deshalb, weil er vergleichsweise farblos wäre, sondern deshalb, weil es gar nicht um ihn geht in dem hier zur Debatte stehenden, formidablen, mit „Bären beobachten“ prägnant und aussagekräftig betitelten Führer durch die wilde, freie und durchaus auch etwas gefährliche Natur.

Aber Moment mal, mag manch Nörgler nun einwerfen, seit wann kommen denn, im Gegensatz zum Eisbär, Blaubären in wilder und freier Natur vor? Die finden sich doch eher an literarischen Gestaden, von welchen aus sie mit Kapitänspatent in See stechen. Ach? Ist das so? Nun, dieses hinreißende Buch weiß es besser! Und wem das alles inzwischen schon reichlich verworren vorkommt, dem sei mit Hinweis auf des Buches Untertitel Klärung versprochen – ist es doch „Ein Ratgeber für Anfänger“ des Bärenbeobachtens, großartig geschrieben von Michelle Robinson (super übersetzt ins Deutsche von: Uwe-Michael Gutzschhahn), brillant bebildert von David Roberts, bei Gerstenberg erschienen und ab 4 Jahren empfohlen:

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Wie man dem Cover entnimmt, wird sich auf den folgenden Seiten ein unerschrockener und tatenfreudiger junger Mensch in den Wald begeben, um, getreu dem Buchtitel, den einen oder anderen Meister Petz zu lokalisieren. Na, wenn ihm diese da mal nicht zuvorkommen …

Jetzt scheint unser kleiner Forscher materialtechnisch zwar reichhaltig ausgerüstet zu sein für die Unternehmung, doch was ist mit seinem Wissensstand zum Thema Ursidae? Tja, das fragt sich und ihn das Buch auch! Und versieht in prompt mit interessanten Informationen und nützlichen Tipps. So schreitet er denn wohlgemut voran – und hat mächtig Glück, denn in Bälde begegnet er zunächst einem Schwarz- und dann noch einem Braunbär!

Aber ob das gutgehen wird? Nun, erst mal wird es ziemlich brenzlig! Und Pfefferspray und Kaugummi [sic!], die der Rettung dienen sollen, können das Ruder auch nicht wirklich herumreißen. Dann aber kommt es zum Auftritt des gänzlich unnautischen Blaubären! Und was dieser nun bewerkstelligt, das muss man einfach gelesen und gesehen haben …

Fazit: So augenzwinkernd, wie dieser (im Original) „Beginner‘s Guide to Bear Spotting“ seiner Leserschaft einen kleinen Bären aufbindet, gehört das Buch in jedes Kinderzimmer mit einer anständigen Teddy-Sammlung – und in alle anderen auch!

Ihr findet es wie üblich bei eurem Buchladen ums Eck oder direkt bei Gerstenberg.

Ach so: Und wirklich bärenstark wäre dann ja noch, wenn es bald auch wieder echte freie Bären in Deutschland gäbe!

So, what do you think ?