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The sky’s not the limit!

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Es gibt da diese Redewendung vom Berg, der kreißt und eine Maus gebärt. Wer jene Redewendung ihrem eigentlichen Sinn nach benutzt, wird allerdings noch nichts von den Mäusen aus dem erzählerischen Universum eines Torben Kuhlmann gehört haben! Letzte Woche präsentierten wir an dieser Stelle bereits seinen wagemutigen „Lindbergh“; heute nun geht es um „Armstrong“, dessen enorme Geschichte ebenfalls bei NordSüd erschienen ist und ab 5 Jahren empfohlen wird:

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Cover und Titel geben schon mehr als deutlich zu erkennen, wohin die Reise diesmal gehen wird – ganz, ganz hoch hinaus. Und so wird nun auch nichts weniger als „[d]ie abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond“ vor uns ausgebreitet! Und weil es dorthin ja eine ziemliche Ecke weiter ist als nur von Hamburg nach New York (siehe „Lindbergh“), ist das wunderschöne Großformat (21,5 x 28) mit 128 Seiten noch deutlich umfangreicher geraten.

Es hätten aber gerne auch 256 Seiten oder mehr sein dürfen, denn ein weiteres Mal erweist sich Kuhlmann als ein absoluter Meister seines Fachs! Diese Bilderwelten! Jedes noch so kleine Detail bekommt die Aufmerksamkeit, die es verdient, die Panoramen haschen nicht nach Effekten, sondern wirken durch ihre perfekte perspektivische Stimmigkeit, alle Bilder gehören zusammen, erzählen, tragen die Handlung voran, mal in Trippel-, mal in Riesenschritten, immer im richtigen Tempo.

Und welche Atmosphären Kuhlmann hervorzurufen vermag – fast meint man, ein leichtes Flackern der Kerze wahrzunehmen, ihre milde Wärme zu spüren, man glaubt, das leise Rascheln der Papierrollen mit den Skizzen zu hören, das Quietschen der Kreide auf der Tafel, und da!, war da nicht das Geräusch von Pfötchen auf einer Leiter?

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Oder dann, als der schier übermenschlich … Verzeihung: der schier übermauslich große Plan gelungen ist, als die tapfere Astromaus Armstrong den Erdtrabanten betreten hat: Möchte man da nicht direkt ins Bild hineingreifen und dem kleinen Racker bewundernd auf die Schultern klopfen?

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Aber natürlich gibt es auch Text in „Armstrong“, und dieser steht den Bildern in nichts nach, bleibt immer ganz eng an seinem kleinen Protagonisten, wechselt sich mit dem visuellen Erzählen in stimmiger Taktung ab und geleitet die Story sicher durch ihre vielen Stationen und vielfältigen Situationen. Apropos sicher: Anders als der armen Laika oder so manchem Rhesusäffchen gelingt Armstrong selbstverständlich die unversehrte Heimkehr zurück zu Mutter Erde – mögen seine und Lindberghs Taten also noch viele Mäuse (und Torben Kuhlmann!) zu weiteren spannenden, begeisternden Geschichten und Büchern inspirieren!

Und wie immer gibt es dieses supertolle Buch bei eurem Buchladen ums Eck oder direkt bei NordSüd.

Für alle Abbildungen: ©2016 NordSüd Verlag AG, Zürich/Schweiz

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