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Anaconda im Bett

Junglebook-kaa

„Hör auf mich, glaube mir, Augen zu, vertraue mir!
Schlafe sanft, süß und fein, will Dein Schutzengel sein!“

Seit ein paar Wochen schrumpft unser Bett.
Also nicht, wie man das aus Alice in Wonderland – Szenen kennt oder aus klaustrophobischen Horrorszenarien in Filmen.
Die Abmessungen des Bettes bleiben schon gleich. Nur der Platz wird weniger.

Man kennt die lustigen Bilder ja zuhauf: Platz, den sie im Bett braucht vs. Platz den er im Bett braucht – und später dann auch Platz, den ein Kind für sich beansprucht. Mal quer liegend, mal diagonal. immer inklusive Kuscheltier und Spielzeug, versteht sich.
Dass das aber jetzt schon passiert, war mir bislang neu. Noch, dachte ich, sind es mindestens zehn Wochen, bis da eine dritte Person Raum für sich reklamiert…

Na gut – ein bisschen liegt es vielleicht ja an meiner Solidaritäts-Schwangerschaft, dass mein Bettplatz enger wird. Und sicher auch an der Schwangerschaft selbst (und den damit einhergehenden Körperdimensionen).
Woran es aber wohl hauptsächlich liegt, ist die Anaconda, die sich seit geraumer Zeit des Nächtens mal wie eine Barriere in die Bettmitte legt, mal meine schwangere Frau umschlingt – ganz als dächte sie „eat one, get one free“.

„Sink nur in tiefen Schlummer, schwebe dahin im Traum, langsam umgibt Dich
Vergessen, doch das spürst Du kaum!“

Meine Frau scheint das nicht weiter zu stören. Nein, es wirkt fast, als genösse sie dieses Würgeschlangentier.
So kuschelig ist es, sagt sie. Und so anschmiegsam. Macht mich ja glatt ein wenig eifersüchtig.

„Hör auf mich, und glaube mir, Augen zu – vertraue mir!
Hör auf mich, glaube mir!
Augen zu! Vertraue mir!“

Ob sie schon der Schlange-Hypnose verfallen ist? Vielleicht sollte ich sie sicherheitshalber hin und wieder wecken, wenn sie wieder fest umschlungen wird?

Eigentlich lauert die Anaconda aufs Kind. Sie will es sanft umgarnen, wenn es gerade isst. Ganz miese Nummer.

„Süß sollst Du schlafen, bist ja so lieb!
Schlaf, kleines Menschlein – träume süß.“

Ich werde sehr genau beobachten, wie sich das entwickelt. Und wenn die in Sternchen- und Plüschbezug getarnte Schlange Kaa dann zuschlägt, werde ich dazwischen gehen. Den Baghira-Papa geben.
Derweil ist mir das Teil suspekt.

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Die Anaconda, die bei uns zu Hause eingezogen ist, ist übrigens von Lottas Lable. Ihr Inlet von Theraline ist wohl besonders anschmiegsam. Sagt Annina.

Mehr von Lottas Lable findet ihr hier

Der Liedtext entstammt -für die, die es nicht erkannt haben- Disney’s Dschungelbuch und ist Kaas Hypnose-Song.

So, what do you think ?