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Müşterek!

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Anfang August rezensierten wir ein Buch über einen kleinen Schabrackentapir. Der Schabrackentapir heißt so, weil seine Rückenzeichnung an eine Schabracke, eine Satteldecke erinnert. Woher aber stammt das Wort Schabracke? Es kommt aus dem Türkischen, von „çaprak”.

Laut Wikipedia gibt es im Deutschen 166 dem Türkischen entlehnte Wörter – so wie bei der Schabracke. Nicht ganz so genau benennbar, vor allem aber deutlich höher dürfte die Zahl derjenigen sein, die in Deutschland leben und neben dem oder auch statt des Deutschen Türkisch sprechen bzw. sprechen werden.

Im Juni veröffentlichte Talisa nun das Buch „Zoe & Theo spielen Mama und Papa“ von Catherine Metzmeyer und Marc Vanenis in einer bilingualen, deutsch-türkischen Ausgabe, empfohlen von 2 bis 4 Jahren, für das Vorlesealter also.

Der 2005 in Langenhagen gegründete Verlag hat es sich zur Aufgabe gemacht, insbesondere jene Kinder in ihrer Sprach- und Leseentwicklung zu begleiten, in deren Familien Deutsch nicht Muttersprache ist. Darüber hinaus möchte der Verlag auch die „Eltern ermutigen, ihre (jeweilige) Muttersprache zu pflegen“ – ein sehr interessanter und lobenswerter Aspekt, denn der Verlust der eigenen kulturellen Herkunft kann auf keiner Agenda stehen.

Das Programm des Verlags umfasst dabei bilinguale Bücher in acht Kombinationen: Deutsch-Arabisch, -Englisch, -Kurdisch, -Persisch, -Polnisch, -Russisch, -Spanisch und eben Deutsch–Türkisch.

Für Zoe & Theo und ihr Elternspiel lässt sich hier sagen, dass solche im positiven Sinn einfachen, klar strukturierten und thematisch kulturell allgemeingültigen Geschichten ideal geeignet sein dürften, den integrativen, Gemeinschaftlichkeit fördernden Ansatz des Verlages zu unterstützen.

Ein Nebeneinander von Sprachen, von Kulturen, von Leben gibt es bereits. Stattdessen sollte aber das gemeinsame Miteinander das Ziel sein – auf dem hier vorgestellten Weg kann es erreichbar werden.

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